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sábado, 16 de junio de 2012

Superintendente de Hans-Peter Daub y Pastor Roger discusión plomo Moch con la Cruz Roja / Media de las Naciones Unidas

http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-rotenburg/rotenburg/sie-weichen-echtem-dialog-aus-2355404.html

Rotenburg - Von Heinz GoldsteinIn unserer Montagsausgabe berichteten wir über die Eröffnungsfeier des neuen Königreichssaales der Zeugen Jehovas. Unter den geladenen Gästen war auch der Superintendent des Kirchenkreises Rotenburg, Hans-Peter Daub. Im Gespräch mit der RK/VN-Redaktion äußerte er sich nun zu seinen Gründen, warum er der Einladung der Zeugen Jehovas Folge geleistet hatte. Beim Gespräch mit dabei war Roger Moch, Pastor und Weltanschauungsbeauftragter des Kirchenkreises.


Herr Daub, Sie waren als offizieller Gast bei der Eröffnungsfeier des neuen Königreichssaales der Rotenburger Zeugen Jehovas.Warum wollten sie aber nicht für die Berichterstattung abgelichtet werden?

Hans-Peter Daub: „Bis jetzt gibt es keinerlei Austausch zwischen den Zeugen Jehovas und den Kirchen in Rotenburg. Nach der offiziellen Lehre der Zeugen Jehovas sind Christen, die nicht zu ihnen gehören, Teil der verlorenen Welt. Und in meiner Wahrnehmung sind die Zeugen eine religiöse Sondergemeinschaft, die dem echten Dialog ausweicht und keine religiöse Sicht respektiert, die ihrer Lehre widerspricht. Ich wollte nicht, dass durch ein unkommentiertes Bild in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, als gäbe es diesen grundlegenden Widerspruch nicht.“

Warum sind Sie dennoch zur feierlichen Eröffnung gekommen?

Daub: „Ich war erstaunt, dass die Zeugen Jehovas zur Eröffnung ihres neuen Versammlungsortes eingeladen haben. Eigentlich widerspricht das ihrer bisherigen Haltung zu anderen Kirchen und auch zur Politik. Manche vermuten dahinter eine Strategie, um das Image einer Sekte abzustreifen, während sich aber im Inneren an den Strukturen der Abgrenzung nichts ändert. Ich wollte einen eigenen Eindruck gewinnen und suche immer das Gespräch. Kontakt und Dialog sind nach meinem Verständnis die entscheidenden Möglichkeiten, Isolation aufzubrechen und Veränderungen zu ermöglichen.“

Was für einen Eindruck haben Sie denn nun gewonnen?

Daub:Wir wurden von freundlichen Menschen empfangen. Gern wurden uns auch die Räume gezeigt und Bücher sowie Medien der Zeugen Jehovas erläutert. Aber ein Interesse an einem inhaltlichen Austausch war für mich nicht erkennbar.

Wie steht die evangelische Kirche allgemein zu den Zeugen Jehovas?

Roger Moch:Die Zeugen Jehovas haben einen besonderen Heilsanspruch. Sie grenzen sich von anderen Glaubensauffassungen und Frömmigkeitsformen in der Geschichte des Christentums ab und beurteilen die Kirchen wie auch jede andere Religion als „falsche Religion“. Die gemeinsamen Bekenntnisse der Kirchen, die ökumenisch zusammen arbeiten, werden als „Erzeugnisse des Satans“ abgelehnt. Eine solche Haltung verhindert jede Beziehung zu anderen Kirchengemeinden. Insofern isolieren sich die Zeugen Jehovas selbst.

Welche Gefahren sehen Sie in der religiösen Sondergemeinschaft?

Moch:Die Wachtturm-Gesellschaft (WTG abgekürzt) ist die organisatorische Zentraleinrichtung der Zeugen Jehovas. Sie agiert weltweit und ist streng hierarchisch organisiert. Die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas gehört, konfessionskundlich gesehen, zum Typ der Endzeit-Vereinigungen. Ihre Lehre ist auf das für die nahe Zukunft erwartete „Ende der Geschichte und der Welt“ hin ausgerichtet. Wer kein Zeuge Jehovas ist, ist dann verloren. Dieses Denken prägt das Selbstverständnis der Zeugen Jehovas als einer abgesonderten Heilsgemeinde. Nur die Anhänger dieser Organisation werden die endzeitliche Entscheidungsschlacht überleben. Die Zeugen Jehovas sind bis auf Bremen und Nordrhein-Westfalen in allen Bundesländern als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Trotzdem beteiligen sie sich nicht am Gemeinwesen, beispielsweise an politischen Wahlen, da die Welt nach ihrer Auffassung satanisch und böse ist. Eine solche Haltung zur „Welt“ und anderen Menschen wirkt sich natürlich auf das alltägliche Leben aus. Besonders Kinder und Jugendliche leiden häufig darunter, dass sie keine Freundschaften mit anderen eingehen sollen und keine Feste wie Weihnachten, Ostern oder auch Geburtstage feiern dürfen. Manchen wird auch die Teilnahme an Klassenfahrten verboten.

Wer sich aus der Gemeinschaft der Zeugen lösen will, wird isoliert und verliert alle sozialen Beziehungen, die zuvor sein Leben geprägt haben. Ein solcher Schritt ist darum mit großen Ängsten verbunden.

In Rotenburg gibt es nun dieses neue Gemeindezentrum mit Königreichssaal. Wie sollten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) damit umgehen?

Daub:Wenn die Einladung zur Eröffnung mehr war als ein taktisches Manöver und wirklich die Bereitschaft zum Dialog in einer Haltung des wechselseitigen Respekts erkennbar ist, werden ich und andere das Gespräch gern führen. Ich kann nicht einschätzen, welche Handlungsspielräume sich eine örtliche Versammlung und ihre „Ältesten“ erkämpfen können. Wo Gottes Geist ist, da ist Freiheit. Darum glaube ich, dass auch sektenähnliche Strukturen aufgebrochen und verändert werden können. Aber das geschieht nicht über Nacht.

Moch:Wer mit Zeugen Jehovas in Kontakt kommt, sollte über die hierarchische Struktur dieser Organisation und ihre Missionsstrategie Bescheid wissen. Wenn die eigene Entscheidungsfreiheit eingeengt und kritische Fragen unterdrückt werden, ist eine Grenze erreicht und höchste Vorsicht geboten.













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